Lufthansa lässt Konkurrenz hinter sich zurück.

von Heinrich Freer

Air Berlin und die Lufthansa galten auf dem Gebiet der Flugtransporte von Personen und Fracht als schwere Konkurrenten auf dem Markt. Nun scheinen aber Zahlen deutlich zu belegen, dass die Lufthansa die Konkurrenz von Air Berlin deutlich hinter sich gelassen hat:

  • 106,3 Mio. Passagiere wurden befördert; das sind 7,5 Prozent mehr als im Jahr 2010 (vgl. 35,3 Mio. Passagiere bei Air Berlin)
  • Im Dezember 2011 haben besonders viele Fluggäste die Lufthansa genutzt – besonders ist aber die Belegung der einzelnen Maschinen im Durchschnitt: 75,5 Prozent der Sitze waren nur belegt.
  • Das Frachtaufkommen stieg im Gesamtjahr um 2 Prozent auf 871.000 Tonnen – gerade die Finanz- und Aktienmärkte müssten darauf sehr positiv reagieren.

Für die kommenden Tarifverhandlungen bedeutet das geradewegs Stoff für die vertretenden Gewerkschaften ver.di und Ufo, um bessere Löhne für die Belegschaft im Flugdienstleistungsbereich zu verlangen. Vereinigung Cockpit (VC) verhandelt getrennt  von den zwei Gewerkschaften die Löhne für die Piloten. Knapp 50.000 Arbeitsplätze hängen in der Bundesrepublik an der Flugtransportbranche.

 

Nerd-Gerüchteküche am Brodeln! Apple schürt das Feuer

Von Erdal Sahin

Das neue iPad 3 soll Gerüchten zufolge schon im Februar diesen Jahres erscheinen. Während vielen Nutzern beim iPad 1.0 negativ auffiel, dass es keine Kamerafunktion zur Verfügung stand, wird beim heiß ersehnten Nachfolger mit Sicherheit keine entsprechende Entzugserscheinung auftreten. Im iPad 3 soll die gleiche Kamera mit 8 Megapixeln, wie beim iPhone 4S eingebaut werden und die Leistung soll mit dem Vier-Kern-Prozessor A6 deutlich besser sein.

brennender Prozessor

Damit der Nutzer bei langen Reisen nicht sofort verzweifelt eine Steckdose/Stromquelle suchen muss, hat Apple beim Nachfolger des zweiten Modells einen Akku mit mehr als der doppelten Kapazität eingebaut.Mit dem hoch auflösendem 9,7 Zoll großen Retina-Display sollen gestochen scharfe Bilder ermöglicht werden.Dafür wird der ganze Tablet-Computer um ein Millimeter dicker, als der des iPads 2. Als Software soll die vom iPhone 4S bekannten Spracherkennungssorftware Siri verwendet werden.Wer mehr über den hilfreichen Spaß für unterwegs erfahren möchte, muss nicht lange warten: Denn schon am 26. Januar 2012, soll das Tablet-PC bei der Computermesse iWorld 2012 in Francisco, vorgestellt werden.

 

Ausharren mit Christian Wulff. Kommentar zu Wulffs „Affäre“

Bundespräsident Wulff will nicht zurücktreten, sondern tritt ein wenig auf der Stelle herum und spricht die Dinge an, die das Volk hören möchte: Er möchte im Amt bleiben und seine Amtszeit durchziehen, um danach in Ruhe und mit Besonnenheit Bilanz ziehen zu können. Repräsentative Umfragen können keine Eindeutigkeit präsentieren und die Diskussion heizt weiter die Gemüter und Stammtisch auf. Das erste Interview zu seiner Person darf nunmehr ARD und ZDF ausstrahlen und die Fragen eben nur von deren Journalisten gestellt werden. Hier muss man auch die Ernsthaftigkeit von Wulffs Aussage zur Wahrung der Pressefreiheit und Pressevielfalt schwer in Frage stellen.

Christian Wulff weicht unangenehmen Fragen aus, möchte sich im Amt halten. Alles verständliche Aussagen. Ob es richtig ist Kredite von Unternehmern zu nehmen, ist eine berechtigte Frage. Durchaus muss man solch eine Aussage verneinen. Aber das Interesse an Skandalen überwiegt eine sinnvolle politische, moralische Diskussion (gefälschte Arbeitslosenzahlen, Staatsschuldenkrise, Lohndumping) und gerade die wichtigen Themen im Land werden nicht angesprochen. Glaubwürdigkeit, Ehrlichkeit und Auftreten mit lupenreiner Weste – alles Träume und Illusionen einer Gesellschaft, die nicht sich selbst in den Politikern erkennen will und kann, sondern diejenigen nicht „lupenreinen Demokraten“ verdammt.

Nicht wegen einer Straftat, die geahndet werden soll und moralisch nicht vertretbar ist. Nein, höchstens weil die Illusion an den perfekten politischen Anführer zerstört wird. So kann man an vielen Beispielen dies erkennen, wie bei Karl-Theodor zu Guttenberg (den manch Akademiker lieber noch härter bestraft sehen möchte für seine Copy-Paste-Doktorarbeit) geschehen. Das Volk wählt sich die Anführer und Führungskräfte, die es verdient hat.

von Heinrich Freer

Medien, Macker und Gegacker – Warum unser Bundespräsident nur seine Rolle im System erfüllt

Ein Kommentar von Urs Unkauf

Die Affäre um Bundespräsident Christian Wulff und seine dubiosen Kreditgeschäfte machen derzeit die Runde durch alle bürgerlichen Medien. Überall wird vom “beschädigten Ansehen des Amtes des Bundespräsidenten” , der “Charakterfrage” und den “Konsequenzen für die Politik” lamentiert. Vetternwirtschaft ist doch in der bundesdeutschen Politik schon immer Gang und Gebe, besonders in der Gegend um Hannover, dem Sitz der Maschmeyer-Gruppe. Dort treffen sich regelmäßig die selbsternannten Eliten aus Wirtschaft, Politik und Medien und sichern sich gegenseitig den Erhalt ihrer Macht. Wer die Bilder von ihren Gelagen wahrnimmt, hat nicht den Anschein, als befänden wir uns in einer Krise. Während am anderen Ende der Gesellschaft Armut trotz Arbeit, schöngerechnete Arbeitslosenzahlen, Bildungsnotstand und Obdachlosigkeit in die Höhe schießen, wird in Hannover und anderswo fröhlich weitergefeiert – zum Wohle des Volkes und für Freiheit, Demokratie und Rechtsstaat natürlich, was auch sonst?

Kein Grund, den Kopf hängen zu lassen, Herr Bundespräsident. Unsere Demokratie liebt doch alle Menschen – auch Sie!
Die Pseudoaffäre um Wulff passt in eben dieses Muster, wie auch die Vorwürfe gegen Klaus Ernst aufgrund seines 20 Jahre alten Porsches oder Karl-Theodor zu Guttenbergs Copy-paste-Doktorarbeit und viele weitere Politskandale. Das Prinzip und das Kalkül der Herrschenden sind einfach: Das Volk ist beschäftigt und hat etwas, worüber es sich den Mund zerreden kann, die Blöd-Zeitung und andere Schundblätter haben genug fangfrischen Promiskandal, um ihr inhaltlich breitgefächertes Programm von Sport, Sex, Drogen und Gewalt um einen politisch reichhaltigen Inhalt zu erweitern: Die Kreditgeschäfte eines Ex-Ministerpräsidenten einer Partei, die alles andere als sauber auf dem Gebiet der Korruption ist, populäre Kollegen hat Wulff hier in Helmut Kohl und Roland Koch – nichts weltbewegendes, neues also.

Und wenn das Volk nun von den Verblödungsmedien in Verblödung bestens gebildet beschäftigt ist, kürzt sich das ein- oder andere soziale oder kulturelle Fördergeld schon deutlich leichter. Ganz zu schweigen vom Arbeitsschutzgesetz, den Statistiken, der Außenpolitik oder gar der inneren Überwachung. Wen interessieren schon komplexere soziologische Prozesse, wenn es doch etwas viel interessanteres gibt. Sich über die eigenen Herrscher zu ergehen und dabei die echte Politik völlig im Abseits zu lassen. Das systemerhaltende Kalkül scheint auch in der Causa Wulff aufzugehen, es bleibt nur die Frage, ob Philipp Rösler oder Dirk Niebel das nächste Bauernopfer der deutschen Bourgeoisie im Kampf um Machterhalt und -erweiterung werden.

Johannes Heesters im Alter von 108 Jahren verstorben

Eine beeindruckende, wenn auch durchaus kontroverse Persönlichkeit ist Heiligabend verstorben: Im Alter von 108 Jahren ist Johannes Heesters im Beisein der engen Familie im Klinikum Starnberg (Bayern) verstorben. Bis zuletzt war Heesters der älteste aktive Schauspieler, obgleich er beinahe vollständig blind gewesen ist.

Neben Rollen in Operetten und in verschiedenen Filmen wie “Hallo Janine” und viele andere. Noch in diesem Jahr erschien ein Kurzfilm, der Ende November in München Premiere hatte – er spielte die Rolle des Petrus. Mit einigen Kontroversen über Hitler “als gutem Kerl” und seiner Kollaboration mit Nationalsozialisten (Auftritte in Konzentrationslagern beim Wach- und Folterpersonal) erregte Heesters noch in späten Jahren mediale Aufmerksamkeit.

Fit, vital und charmant – das waren sicherlich seine Markenzeichen – wie auch die Staatskanzlei Bayerns anerkennend in einer Ehrung bemerkte. Wir wollen uns nicht in Lobeshymnen ergehen, sondern ihm anerkennend für sein großes Werk danken und mit einem Zitat vom Großmeister selbst schließen:

Ein Kompliment ist die charmante Vergrösserung einer kleinen Wahrheit. (J. Heesters)

(fv-hf)

Russische Innenpolitik am Wendepunkt?

Medwedew und Putin – so schien das Traumpaar der russischen Politik standhaft und überzeugt bis zu den massiven Protesten und Demonstrationen in verschiedenen Städten Russlands. Eine Wende scheint mit den Vorschlägen in der Rede von Präsident Medwedew heute vollbringen zu wollen. Es wird aber von westlichen Journalisten und Beobachtern nicht erwartet, dass dies ein Einzelgang von Medwedew ist. Eher wird eine langfristige Planung dieser “komplexen Reformen des politischen Systems” mit seinem Regierungschef Wladimir W. Putin unterstellt. Dazu gehören:

  • Direktwahlen der Gouverneure der Regionen sollen wieder stattfinden – obwohl diese unter Putin 2005 abgeschafft wurden.
  • Zulassung politischer Parteien: Bisher mussten Parteien 50.000 Mitglieder nachweisen, um bei Wahlen antreten zu dürfen. Das soll sich hiermit ändern und Medwedew hat bereits versprochen eine große Anzahl von Anträgen zur Anerkennung des Parteistatus gewähren zu lassen.
  • Parlamentswahlen: Die Regelung der hohen Anzahl an Unterstützerunterschriften soll angeschafft werden.
  • Präsidentschaftswahlen: Medwedew will die Zahl der Unterstützer-Unterschriften auf 300.000 senken. Früher musste man 2 Mio. Unterschriften für die Kandidatur zur Präsidentschaftswahl sammeln und fristgerecht einreichen.
  • Fernsehen: Aufgrund der bisherigen Kontrolle der Medien und Fernsehsender (Putin hat beispielsweise den Kanal NTW, der putin-kritisch war, von staatseigenen Betrieb Gazprom aufkaufen lassen), soll ein öffentlich-unabhängiger Kanal geschaffen werden, der eine unabhängige Berichterstattung ermöglichen soll.

Welche Art von politischem Kalkül hinter dieser Öffnung steckt oder ob die Demonstrationen doch ihre Wirkung zeigen, wird sich zeigen. (fw-hf)

Staatliche Garantien bescheren Mordsgeschäft für KfW-Bankgruppe

Quelle: kfw.de
Im Interview mit dem Handelsblatt sagte der Chef der KfW-Bankgruppe Ulrich Schröder, dass die staatliche Garantie seiner Geschäfte ihm ein angenehmes, lukratives Geschäft ermöglichen. Dennoch begegnet er den Maßnahmen die von den europäischen Großbanken abverlangt werden mit Skepsis: Eigenkapitalquote erhöhen und Kreditvergabe uneingeschränkt voluminös halten erscheinen Schröder eine „Quadratur des Kreises“. Er hält trotz der kurzfristigen Liquiditätshaltung einzelner Banken eine Rezession für Deutschland ausgeschlossen, nicht aber ein sinkendes Wachstum. (fw-hf)

Deutsche Solarenergie in Insolvenzgefahr

Quelle: Freenet.de

Die deutschen Solar-Unternehmen haben es nicht leicht. Schon das zweite Unternehmen innerhalb wenigen Wochen musste jetzt Insolvenz beantragen. Solar Millennium teilte ihre hoffnungslose Lage am Mittwoch mit. Die Solarbranche in Deutschland hat mit vielen Schwierigkeiten anzukämpfen, insbesondere nach dem Wegfall der staatlichen Subventionen. Die produktionskostengünstige Konkurrenz aus China erschwert es zudem neue Kunden zu finden. Zudem hatte das Unternehmen die letzten zwei Jahre immer wieder für Skandale gesorgt.(fv-es)

Schuldspruch für U-Bahn-Gewalttäter in Berlin-Lichtenberg

Die vier U-Bahnschläger von Lichtenberg wurde der Prozess gemacht. Die Jugendlichen hatten zwei Personen grundlos brutal niedergeschlagen. Der Jugendrichter hat die Täter nun wegen versuchten Mordes zu mehreren Jahren Haft verurteilt. Zum Schutz der jugendliche Angeklagten lief der einmonatige Prozess unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Marcel R. musste für mehrere Monate in ein Krankenhaus und konnte erst nach drei Monaten wieder laufen. Das andere Opfer wurde auf der Straße gejagt bis schließlich ein Passant Zivilcourage zeigte und die Schläger vertrieb. (fv-es)

Kim Jong Un: Nordkoreanischer Herrscher mit geballtem Arsenal.

Nordkoreas Herrscher Kim Jong Il ist verstorben: Nun soll sein Sohn, Kim Jong Un, das Land regieren. Dabei hat der neue Diktator noch nicht einmal ein Alter von 30 Jahren erreicht. Nun fürchten Nachbarstaaten Angriffe zur Machtdemonstration und militärischen Überzeugungskraft des neuen Regenten. Interessante Fakten:

  • Nordkorea ist einer der fünf Staaten mit Millionenheeren in Friedenszeiten.
  • Zu der 1,1 Millionen große Armee Nordkoreas kommen noch über 8,2 Millionen Reservisten die beim Kriegsfall auch einberufen werden können.
  • Das Land besitzt auch Atomwaffen und eine große Kriegsschiffsflotte.
  • Fazit: 1,1 Mio. + 8,2 Mio. Reservisten ergeben eine schlagfertige Armee von über 9 Mio. Soldaten
  • Dabei hat Nordkorea gerade einmal 24 Millionen Einwohner.
  • Ein Vergleich mit deutschen Verhältnissen: auf 80 Millionen Einwohner kommen gerade einmal etwa 200.000 Soldaten.

Wir wünschen dem jungen Diktator Besonnenheit und kühlen Kopf in seiner neuen Position.  (fv-es/fv-hf)